Hochseilakt
Deutschlands erste Hochseilbrücke in einem Schwimmbad ist eröffnet. Ende letzten Jahres weihte Leiter Reiner Nerowski diese einzigÂartige Attraktion im „Sport-Paradies“ GelsenÂkirchen feierlich ein.
Mit großen Schritten wurde die Entwicklung dieser innovativen Hochseilbrücke vorangetrieben. Da man hier über ein 16 cm starkes Seil mit einer Länge von 22 Meter über das Wasser läuft – und nicht wie bei einer klassischen Brücke über Bohlen –, ist das Gefühl ähnlich einem Balanceakt auf einem klassischen Hochseildraht; das Schwanken und Wackeln auf der Hochseilbrücke gehört natürlich dazu. Angst vor dem Herunterfallen brauchen die Gäste im „Sport-Paradies“ nicht zu haben: Die Hochseilbrücke ist komplett mit einem Schutznetz, einem sogenannten Herkules-Seil, umhüllt. Während auf der einen Seite der Einstieg niveaugleich mit dem Fliesenboden erfolgt, ist auf der anderen Seite der Ein- oder Ausstieg über einen ebenfalls mit Netzen gesicherten Kletterkamin möglich. Auf diese Weise können die Besucher direkt von „Sportis“- Wasserzirkus über die Hochseilbrücke zur Spielbox gelangen.
Durch eine ausgeklügelte Lichttechnik erstrahlt die Hochseilbrücke auch in der Dunkelheit. Als spektakulär kann man auch den Einbau der Hochseilbrücke bezeichnen, für den genau nur fünf Tage zur Verfügung standen. In dieser Zeit war das Bad geschlossen und das Schwimmbecken entleert. Es mussten zwei Stahlträger mit einer Höhe von sechs Metern und einem Gewicht von je 1.400 kg links und rechts vom Wellenschwimmbecken aufgestellt werden, bevor die Hochseilbrücke dazwischen aufgezogen werden konnte.
Aufgrund des geringen Zeitfensters mussten schon umfassende vorbereitende Arbeiten – Produktion und der Einbau der Stahlbauteile – zum passgenauen Einbau in das Bad durchgeführt werden. Da bereits nach zwei Tagen schon wieder mit der Befüllung des darunterliegenden Schwimmbeckens mit Wassers begonnen werden musste, stellte das Aufziehen der Hochseilbrücke und das Anbringen der Schutznetze in luftiger Höhe eine besondere Herausforderung dar.
Die Abnahme der Hochseilbrücke erfolgte fristgerecht am fünften Tag ohne nennenswerte Feststellungen durch den TÜV Nord. 120.000 Euro investierte die Gesellschaft für Energie und Wirtschaft mbH, der Betreiber des „Sport-Paradies“ Gelsenkirchen, in die neue Hochseilbrücke und schafft so neben dem „Sportis“-Wasserzirkus mit angeschlossenem Wildwasserbach eine weitere atemberaubende Attraktion.
www.sport-paradies.de
www.baeder-gelsenkirchen.de
www.emscher-lippe-halle.de

Balanceakt: Rund 22 Meter lang ist der wackelige Weg über die neue Hochseilbrücke.
© Sport- Paradies
Projektdaten
Objekt Hochseilbrücke im Sport-Paradies, Gelsenkirchen
Hochseilbrücke Huck Seiltechnik GmbH, Asslar
Länge 22 Meter
Seilstärke 16 cm
Betreiber Gesellschaft für Energie und
Wirtschaft mbH
Schlosserei Jochen Haag, Solms
Investitionskosten 120.000 €