17.08.2010
Vernetzen statt verstricken
Dabei stellt sich dann schnell heraus, ob die Anlage gut geplant und umgesetzt wurde. Geschichten über Gäste, die in verschwiegenen Gängen eingesperrt wurden, Drehkreuze, die wie von Geisterhand plötzlich in die falsche Richtung drehten, oder über aufgeblasene Schwimmkrokodile, die samt ihren Besitzern/-innen im Edelstahl-Gerät feststeckten, gehören wahrscheinlich zum Repertoire jedes Bäder-Betriebsleiters. Die Anforderungen an die Systeme werden in Zukunft jedoch noch wesentlich komplexer.
Anlässlich einer Neuanschaffung einer zentralen Komponente wie der Zutrittskontrolle sollte immer das IT-Gesamtkonzept der Freizeitanlage überprüft und aktualisiert werden. Die wesentliche Anforderung der nächsten Jahre wird die interne und externe Vernetzung sein. Das Zusammenspiel der operativen Einheiten wie Parkraum- Bewirtschaftung, internes und externes Ticketing, Zutrittskontrolle, Shop- und Gastronomiesystemen mit Backoffice, Warenwirtschaft, Webauftritt und CRM sowie Reporting muss reibungslos ablaufen. Gleichzeitig sehen wir einen Trend der Öffnung nach außen. Das beginnt bei der automatisierten Akzeptanz von touristischen Regionalkarten und steht momentan bei der Echtzeit-Integration von sozialen Netzwerken.
Was können Sie tun, um ein solches Projekt erfolgreich abzuwickeln?
1. Stellen Sie die Planung intern auf eine breite Basis – die Anforderungen aller Abteilungen müssen in das Lastenheft einfließen.
2. Holen Sie Referenzen ein, aber bedenken Sie, dass Ihr neues System genau Ihre Organisation unterstützen muss. Jede Freizeitanlage ist auf Detailebene individuell strukturiert, und ein System von der Stange, welches in einem anderen Projekt perfekt funktioniert, passt bei Ihnen vielleicht gar nicht.
3. Nehmen Sie sich Zeit für die Diskussion von Details. Es ist günstiger einen Teilbereich von einem neuen Gesichtspunkt aus nochmals zu betrachten als Fehlplanungen im Nachhinein zu reparieren.
4. Haben Sie Mut zu kreativen, neuen Ansätzen. Die Begründung „Das haben wir immer schon so gemacht“ sollte nicht ausreichen.




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