17.08.2010
Machen Schwimmbäder krank?
![]() Beispielschema Fluid-Verfahren © DesoPur |
Mitteleuropas Bäderwirtschaft befindet sich im Umbruch. Kommunale Bäder ohne Erlebniseinrichtungen verlieren zunehmend ihre Badegäste, jedoch ist die Errichtung und Instandhaltung der Anlagen mit hohen Kosten verbunden. Aber auch das zunehmende Bewusstsein der Badegäste für eine gute Wasserqualität stellt den Betreiber vor eine zusätzliche Herausforderung. Um die Sicherheit und die Güte des Badewassers zu gewährleisten ist gerade im Bereich von Erlebniseinrichtungen wie z. B. Whirlpools, Rutschen und Lazy River eine ausreichende und effektive Wartung unumgänglich. Was passiert, wenn dies unzureichend geschieht, müssen gerade in der Urlaubssaison viele Betreiber am eigenen Leib verspüren, wenn sie sich mit Negativschlagzeilen in den Medien wiederfinden.
Kein Grund zur Besorgnis, ist es doch nur das Sommerloch der Journalisten, die mit Negativ-Erfahrungen und Testberichten ihre Zeitungen und Fernsehsendungen füllen wollen? Ganz so leicht dürfen wir es uns allerdings nicht machen. Denn es stellt sich die Frage, warum so viele der Schwimmbad- und Erlebniseinrichtungen diese Stresstests nicht zufriedenstellend bestehen. Am häufigsten wird sicherlich von der Überschreitung von chemischen und mikrobiologischen Grenzwerten berichtet. Allen voran stehen hier die unzureichende Aufbereitung und Desinfektion von Whirlpools, den dazugehörigen Duscheinrichtungen und Whirlwannen, die mit zum Teil massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden sind. Es kann zu Hautausschlägen, Durchfallserkrankungen und in Extremfällen sogar zu atypischen Lungenentzündungen kommen, die auf eine Legionelleninfektion zurückzuführen sind. Eigentlich sollte es angesichts der in Mitteleuropa gültigen Normen und Gesetze nicht an der Anlagentechnik liegen. Außerdem wird auf die Ausbildung des Personals besonderer Wert gelegt, und diese liegt im internationalen Vergleich im Spitzenfeld.
Sind also die hohen – gleichzeitig aber auch gewünschten – Besucherzahlen in den Ferienzeiten dafür verantwortlich, dass die Wasseraufbereitung an ihre Grenzen stößt?
Eine Erklärung ist beispielsweise die sich in Whirlpools aufgrund der langen Leitungen ergebende große Rohrinnenoberfläche, durch die teilweise nur mit niedrigen Chlorgehalten versetztes Reinwasser fließt. Dass der freie Chlorgehalt den Aufbau von Biofilmen nicht verhindern kann, zeigt die Tatsache, dass nach unserer Erfahrung auch noch bei Gehalten von über 5,0 mg/l(!), wie sie in den USA zum Teil vorgeschrieben sind, Biofilme vorzufinden sind.
Kosten vor Sicherheit?
In Gesprächen mit Anlagebauern und Wasseraufbereitungsfirmen wird immer wieder von einer Kürzung des Wartungsbudgets berichtet, das man sehr oft mit der Verlängerung der Serviceintervalle erreichen will. Die kontinuierliche und zuverlässige Reinigung der Aufbereitungssysteme stellt allerdings die Basis für eine sichere Wasserqualität dar. Mit der „Filterfunktionsspülung“ bietet die DIN-Norm eine gute Kontrollmöglichkeit, um die Reinigungsnotwendigkeit des Filters zeitgerecht erkennen zu können. Dabei werden einige Grenzwerte als Referenz (Hilfsparameter) angeboten (siehe Abb. 1). Aber auch Rohrleitungen sind, wie oben beschrieben, regelmäßig und rechtzeitig zu warten, um einen übermäßigen Biofilm zu verhindern. Dafür sind ähnliche Kontrollen denkbar.

Zuverlässiger Reinigungserfolg
Sollte sich nun herausstellen, dass ein System oder eine Komponente mikrobiologisch oder chemisch kontaminiert ist, so bieten die patentierten DesoPur®-Verfahren eine effektive Reinigungsmethode. Dabei werden nach einem patentierten Verfahren chlordioxidhältige, peroxidhältige und/oder halogenhaltige Lösungen eingesetzt, wobei der Einsatz des Tetrachlordekaoxid-Komplexes (TCDO) aufgrund der Zusammensetzung des Wirkstoffs besondere Vorteile aufweist. Durch die Umwälzung der Reinigungslösung (mithilfe einer Spül- und Dosiereinrichtung: Der Vorteil dieses Verfahrens besteht einerseits in der Minimierung der Desinfektionsmittel-Einsatzmengen, da nur eine vorverdünnte DesoPur®-Lösung eingesetzt werden muss. Zudem ermöglicht dieses Verfahren (bei Sandfiltern) festzustellen, wann die Verschmutzung vollständig entfernt ist, da der Gehalt und der Verbrauch (an Wirkstoff) gemessen werden kann. Um diese Technologie anwenden zu können, wird ein temporärer Bypass installiert.
Duschwassersysteme, Warmwassersysteme, Klimaanlagen und ähnliche wasserführende Systeme (siehe Abb.4) können ebenso mit dieser Technologie gereinigt werden. Speziell für Klimaanlagen und Warmwassersysteme hat DesoPur® auch die Tests nach der Norm prEN 13623 zur Kontrolle von Legionellae pn. in wasserführenden Systemen bestanden. Optimale Intervalle zwischen den Anwendungen können durch Laboranalysen (chemisch und mikrobiologisch) des Filtersandes und/oder der kohlehältigen Filtermaterialien festgelegt werden. WAPOTEC® hat spezielle Verfahren entwickelt, um Wartungsprogramme zu optimieren. In Freibadanlagen sollte das DesoPur® -System zu Beginn und am Ende der Saison angewendet werden.
Zusammenfassung
Fazit ist, dass auch die hochwertigste Anlagentechnik nur dann erfolgreich eingesetzt werden kann, wenn auch die regelmäßige Reinigung und Wartung sichergestellt ist. Die DesoPur®-Verfahren bieten dafür die geeigneten Lösungen a





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