17.08.2010
Perfekt organisiert ins Badevergnügen
Es geht schon lange nicht mehr nur um Drehkreuze und Garderobenschränke. Aufgrund all der unterschiedlichen Anforderungen werden Zutrittskontrollsysteme immer mehr zu ganzheitlichen Gästemanagementsystemen. Sie funktionieren schnell, auf hohem Niveau und möglichst unsichtbar im Hintergrund. So unterschiedlich die Bedürfnisse sind, so groß ist auch die Bandbreite der am Markt befindlichen Systeme. Schlagworte, die in allen Größenordnungen die Branche prägen, sind der bargeldlose Betrieb – das Cashless Payment – und die All-in-one-Angebote.
Alles aus einer Hand
Die meisten Hersteller bieten sowohl die Hard- als auch die Software aus einer Hand, also All-in-one. Zur Hardware gehören Kassen und Automaten, automatische Türen, Drehtüren und -kreuze, Trägermedien wie Karten, Tickets, Chips und Uhren, Garderoben- und Schließfachsysteme sowie Bildschirme und Infoterminals. Die angebotene Software ist zumeist mit gängigen Computersystemen kompatibel. Sie steuert das System und sorgt für die Vernetzung der einzelnen Bereiche. Flexibilität wird sowohl bei der Hard- als auch bei der Software großgeschrieben. Man legt Wert auf Erweiterbarkeit sowohl durch zusätzliche Einrichtungsgegenstände als auch durch die Möglichkeit laufender System-Updates. Wird zum Beispiel ein neuer Saunabereich eingerichtet oder ein Gästeeingang nur im Sommer genutzt, ist eine Integration ohne großen organisatorischen Aufwand möglich.
Der erste Eindruck zählt
Moderne Zutrittskontrollsysteme befriedigen sowohl die Erholungsbedürfnisse anspruchsvoller Kunden als auch die wirtschaftlichen Ansprüche von Betreibern und deren Mitarbeitern: das heißt einfaches Handling für den Gast sowie wirtschaftliche Abrechnung und Bündelung von Ressourcen für den Gastgeber. Für den Gast zählt auf jeden Fall der erste Eindruck. Freut sich der Erholungssuchende auf einen entspannten Tag in einer Therme oder einem Fitnesscenter, möchte er sich nicht mit unnötigen Barrieren auseinandersetzen. Der Zutritt, die Benützung aller Einrichtungen und auch das Verlassen soll einfach sein. Organisation und einfaches Handling prägen den Gesamteindruck, den ein Besucher mit nach Hause nimmt. Es ist wenig erholsam, wenn ein Drehkreuz nur mittels schwerer Verrenkungen zu passieren ist, man in der Badetasche nach Kleingeld für den Spind kramen muss oder schon bräunungsfertig im Solarium noch um die passende Münze laufen muss.
Grenzenlos vernetzt
Zumeist sind Eintritts- und Zutrittskontrolle gekoppelt mit der Abrechnung und dem Controlling. Den Möglichkeiten zur Vernetzung sind kaum Grenzen gesetzt. Folgende Bereiche bieten sich dafür an: Check-in und Check-out (Abrechnung nach der tatsächlichen Aufenthaltszeit), Umkleidekabinen (Verschlusssysteme für Kästen und Kabinen), Restaurant, Shop, Sauna, Solarium, Massagen, Mitgliederverwaltung in z. B. Sportklubs, Parkmanagement, Tür-/Zimmerschlösser bei Hotelanbindung, Gutscheinanbieter, Waren- und Lagerverwaltungssysteme, Gebäudeleittechnik. Je nach Anlagengröße und persönlichen Ansprüchen planen die Hersteller die individuell beste Lösung.
Ein 50-Betten-Hotel, dessen Wellnesseinrichtungen nur von Hausgästen genützt wird, wird sich weiterhin auf bewährte Münzsysteme (z. B. bei Solarien und Garderoben) verlassen. Ein Thermenhotel mit einer komplexen Angebotsstruktur und klaren wirtschaftlichen Vorgaben hingegen legt gesteigerten Wert auf Kontrolle und Verwertbarkeit der Daten für Buchhaltung und Statistik. Und dazwischen liegt noch so viel mehr. Bei mittelgroßen Anlagen sollten zumindest die Eintritts- und Zutrittskontrolle mit den gastronomischen Einrichtungen und der Abrechnung verbunden sein. Auch eine Koppelung mit der Parkraumbewirtschaftung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Bei einer direkten Hotelanbindung ist eine Integration der Zimmerschlösser sinnvoll.
Zukunftstechnologie
Die Zutrittszukunft gehört wohl der Transponder-Technologie. Mit ihrer Hilfe können alle Bereiche einer Anlage wie Schwimmbad, Sauna und Solarium, Gastrozonen, Umkleiden, Garage und auch Hotelzimmer berührungslos und bargeldlos genutzt werden. Ein Transponder ist ein wiederverwendbarer Chip. Er ist in Form verschiedener Trägermedien – zum Beispiel als Armbanduhr, als Münze oder als Karte – nutzbar.
Dieser Transponder öffnet dem Gast alle Türen und sorgt am Ende des freien Tages oder des Urlaubes für eine bargeldlose Abrechnung aller konsumierten Leistungen. Technisch werden diese Datenträger immer ausgefeilter, sie sind robust und einfach zu programmieren. Durch die Kopiersicherheit ist auch der Datenschutz gewährleistet. Ebenfalls im Trend ist die Nutzung des Mobiltelefons für die Zutrittskontrolle. Die Hersteller beginnen gerade, das Handy in ihre Systeme einzubinden. In Zukunft wird man das sonst schon in allen Lebensbereichen gegenwärtige Telefon wohl auch verstärkt in der Zutrittskontrolle wiederfinden.




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