17.08.2010
Mit der Kraft der Natur
Relaxen einlädt.
Nicht umsonst trägt das österreichische Bundesland Steiermark auch wegen seiner zentralen Position den Namen „Das grüne Herz Österreichs“ – sanft hügelig, mit schroffen Berggipfeln und reich bewaldet, ist sie eine der grünsten Regionen des Landes. Inmitten dieser auch optisch wirklich ansprechenden Landschaft liegt die Marktgemeinde Gröbming in der bekannten Ferienregion Schladming-Dachstein.
Nach vierzehnmonatiger Bauzeit eröffnete vor kurzem das Familienbad „Panoramabad Gröbming“, gestaltet nach den Plänen des Gröbminger Architekturbüros Kreiner. Die weitläufige Anlage besteht aus einem Freibad sowie einem Wellnessbereich und nimmt mit all den architektonischen Elementen ebenso wie mit den Schwimmbecken stets Bezug auf die Topografie, den Sonnenverlauf, Blickbeziehungen ebenso wie auf die Bestandsbauten. Anstelle des historischen Bades aus dem Jahr 1902, das mehrmals um- und ausgebaut worden war und zuletzt mit viel Aufwand renoviert hätte werden müssen, befindet sich nun die neue Anlage. In Hanglage errichtet, erlaubt der mit großer Rücksichtnahme sowohl auf die Landschaft als auf die umliegenden Baukörper positionierte Komplex vielfältige Blickbeziehungen zu den nahen Bergen. Um die topografische Situation bestmöglich auszunützen und auch die Sonnenstunden auszuschöpfen, platzierte man den L-förmigen Trakt so weit wie möglich an die Grundstücksgrenze des leicht geneigten Geländes. Möglichst unauffällig und in Anpassung an das bestehende Ortsbild entschied man sich für ein flach geneigtes graues Satteldach. Holz ist das dominierende Material, das sowohl die baulichen Elemente, als auch alle im Außenbereich angelegten Flächen und Strukturen bestimmt.
Mit Bedacht gebaut
Die neue Edelstahl-Beckenanlage – mit deren Ausführung das renommierte österreichische Unternehmen HSB-Hinke Schwimmbad Österreich aus Vöcklamarkt beauftragt wurde – verfügt über eine gesamte Wasserfläche im Außenbereich von 446 Quadratmetern ergänzt durch ein zweiteiliges Babybecken mit 19 Quadratmetern, dessen zwei Bereiche zur Überwindung des leichten Höhenunterschiedes durch eine Rutsche verbunden sind. Die größte Wasserfläche weist mit 427 Quadratmetern das zentrale Schwimmbecken mit Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich (drei Bahnen mit einer Länge von 25 Metern) auf, das über einen drei Meter hohen Sprungturm – auch er ist vornehmlich aus Holz – verfügt. Das Nichtschwimmer-Erlebnisbecken bietet Whirlliegen, Massagedüsen und eine Schaukelgrotte. Trotz des umfangreichen Angebots ermöglichte die gewählte zusammenhängende Geometrie der Beckenanlage eine äußerst wirtschaftliche Bauweise. Außerdem nützt auch eine breite wellenförmige Edelstahlrutsche die sanfte Hanglage für die nötige Neigung.
Erholung pur
Unter einem Dach finden sich die Umkleideräume (47,7 m2) und sanitären Einrichtungen (37,7 m2) ebenso wie ein geräumiger Gastronomiebereich (172,1 m2) und der überhaupt an Fläche größte Anteil entfällt mit 566 Quadratmetern auf die Wellnesseinrichtungen, die ganz unabhängig von der Jahreszeit jederzeit Erholung pur bieten. In einer gekonnten Kombination von Holz und kühlen zeitgenössischen Elementen errichtete man insgesamt vier Saunen (Dampfbad, Softsauna, Infrarotsauna und finnische Außensauna). Besondere Attraktionen im Innenbereich stellen das Kneippbecken und ein Warmsprudelattraktionsbecken, die ebenfalls aus Edelstahl gefertigt wurden, dar.
Weiters umfasst das Angebot noch einen Alphaliegeraum, in dem durch Farbe, Form, Licht, Klang, Vibration und Wärme wirkungsvolle Tiefenentspannung und energetische Wirkung versprochen wird, sowie einen Massage- und Gymnastikbereich. Sowohl Baukörper wie Wasserflächen werden von großzügigen jeweils die Umrisse begleitenden Holzterrassen und -liegeflächen eingefasst. 6.801 Quadratmeter Freiflächen teilen sich in eine Parkanlage (1.711 m2), einen Vorplatz (288 m2) und eine allgemeine Freifläche (4,802 m2), die dem Freibad eben in der Hauptnutzung als Liege- und Spielfläche zur Verfügung steht.
Ein Herz aus Edelstahl
Die positiven Charakteristika des Materials Edelstahl fasst HSB-Verkaufsleiter Erich Dallinger zusammen: „Gleich mehrere Vorteile bietet die Ausführung aller Becken in Edelstahl sowohl für den Bauherrn als für den Betreiber: Neben der hohen Werthaltigkeit der Anlage, der raschen Bauzeit, geringen Erhaltungs- und Pflegeaufwand und hohen hygienischen Standards beeindruckt vor allem auch der hochwertige optische Effekt des Werkstoffes.“ Die technische Anlage führte das IPG Technische Büro von Ing. Hermann Hofer aus Schladming aus. Es entstanden zwei Wasserkreisläufe: Einmal für das Mehrzweck- und Kinderbecken (Umwälzleistung 364 m3/h) und für die zwei Warmbecken für ganzjährigen Betrieb (Umwälzleistung 65 m3/h). Zur Energieoptimierung wird das Warmbecken außer Betrieb in das Ausgleichsbecken entleert.
Für den Winterbetrieb wird das Ausgleichsbecken vom ersten Wasserkreislauf verwendet, um abgekühltes Rückspülwasser zwischenzuspeichern und von dort zu entnehmen. Ein kontinuierlicher Ablauf nach der Filterung in das Ausgleichsbecken wird über einen Wärmetauscher abgekühlt, der das Nachspeisewasser vorwärmt. In Verbindung mit den mit Bedacht gewählten Werkstoffen dominiert ein äußerst rücksichtsvoller Umgang mit der Natur, der sich in der mit Augenmaß und Gefühl erfolgten Auseinandersetzung mit der auch zum Großteil niedrig bebauten, angrenzenden Wohnbebauung und der sich weithin den Blicken öffnenden alpinen Landschaft äußert.




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