19.10.2011
High above you
Im Frühjahr, Sommer und Herbst baden, wellnessen und faulenzen, teilnehmen an einem der zahlreichen Animationsprogramme, wandern und die Natur erleben. Im Winter das Ganze plus Wintersport, da das Resort direkt neben den Liftanlagen liegt. Die Möglichkeiten sind vielfältig und innerhalb der letzten Jahre sukzessive erweitert worden. Die Betreiberfamilie Berger nennt ihre Urlaubsphilosophie „Spirit & Spa“ und wird dafür mit einem stetig steigenden Gästezustrom belohnt.
Eine Alm mit Geschichte
Das auf über 1900 Metern gelegene Resort blickt auf eine lange Gastgebertradition zurück. Schon in den 1920er-Jahren gehörte die von Emil Berger gebaute Bergerhütte zu einem der beliebtesten Berg-Erholungsziele in Kärnten. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten urlaubten bereits damals auf der Gerlitzen-Alpe. Mit dem Bau der Gerlitzenstraße und des Alpenhotels begann in den Sechzigerjahren unter Erwin Berger senior die touristische Erschließung. 1994 setzte sein Sohn mit dem Hotelumbau und dem Bau des Almhüttendorfs einen richtungsweisenden Schritt in die Zukunft. Heute bewirtschaften Erwin Berger und seine Frau Isabella das Resort in der vierten Generation.
Zwischen 2007 und 2011 erfuhr die mittlerweile in Mountain Resort Feuerberg umbenannte Anlage eine Generalüberholung in fünf Baustufen. Der erste, im Jahr 2007 realisierte Ausbau brachte dem von 500.000 Quadratmetern Alm umgebenen Hotel eine neue Bade- und Wohlfühlwelt. Es folgten der Speisepavillon (2008), der Bau der Eingangshalle samt Schwimmbaderweiterung (2009), die Ruhezone Wolke 7 (2010) und last, but not least die Neugestaltung der Rezeption (2011).
Aus eins mach fünf
„Als wir im Jahr 2006 innerhalb eines intensiven Planungsprozesses erstmalig die bestehende Hotelanlage durch ein ungewöhnliches Projekt erweitern durften, konnten weder der Bauherr noch wir abschätzen, dass in den vier Folgejahren weitere vier Baustufen folgen sollten“, sagt Architekt Herwig Ronacher. Die Schritte, die in der ersten Bauphase gesetzt wurden, waren außergewöhnlich, und der entscheidende Impuls für den heute erfolgreichen Jahresbetrieb.
Der komplett neue Wellnessbereich wurde in hofartig gegliederten Baukörpern zur Aussichtsseite hin untergebracht. Ein Naturbadeteich – in 1900 Metern ein eher ungewöhnlicher Ansatz – bietet im Sommer wohltemperiertes Badevergnügen. Und trägt zu allen Jahreszeiten zur Schaffung einer besonderen Atmosphäre bei. Den südlichen Abschluss der baulichen Anlage bilden zwei einfache Saunahäuser mit alpinem Charakter, welche die zentrale Dachlandschaft überragen und dadurch eine geborgene Hofsituation schaffen. Bereits ein Jahr später wurde die Anlage um den Panorama-Speisesaal als Holzbau erweitert. „Dadurch wurden Hofwirkung und Wohlfühlatmosphäre nochmals verbessert“, erklärt der Architekt.
Nach der dritten Baustufe – der wintergartenartigen Hallenbaderweiterung, dem neuen Außenbecken sowie der Schaffung einer neuen Eingangssituation – wurde schließlich in der vierten Baustufe auf dem Dach des Speisesaals ein neuer Panoramaruheraum mit zusätzlichen Terrassenflächen geschaffen. Hier – auf der Wolke 7 – schwebt der Gast quasi über der Landschaft und kann die Aussicht ganz besonders auf sich wirken lassen. Die fünfte Baustufe mit der Erweiterung der Küche, der Umgestaltung der Rezeption und der Renovierung der Chalets wurde im Sommer 2011 abgeschlossen. Die Mächtigkeit und wenig attraktive Ausgestaltung des Bestandskörpers wurde durch jede bauliche Ergänzung zurückgenommen. Nun erscheint die gesamte Hotelanlage, vor allem in den Erd- und Untergeschoßen mit Bezug zu den Außenanlagen, völlig neu. Alpine Bauformen wurden als Zitate übernommen, doch modern umgesetzt.
„Das Geheimnis einer erfolgreichen Planung und Führung einer Hotelanlage liegt in einer vorausschauenden und ganzheitlichen Konzepterstellung“, resümiert Architekt Ronacher. So geschehen eben im Mountain Resort Feuerberg: Mit jeder Erweiterung hat hier das Ganze profitiert, wobei immer Raum für weitere Ausbaumöglichkeiten erhalten blieb. „Diese Überlegungen, gepaart mit einer zeitlos gültigen Formensprache in Architektur und Innenraumgestaltung sowie der Schaffung von geborgenen Räumen, sind die Vorraussetzungen für den großen Erfolg dieses Hauses.“




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