Messenachbericht Aquanale Köln
22.12.2009
Design, Komfort und Energieeffizienz
Text Heinz Schmid

Im Verbund mit der FSB, Internationale Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen, zählte die Aquanale insgesamt rund 24.000 Besucher. Diese informierten sich auf einer Bruttoausstellungsfläche von 36.000 m² über die Trends und Innovationen von 271 ausstellenden Unternehmen aus 25 Ländern. Die Aquanale war in diesem Jahr die einzige internationale Fachmesse für Schwimmbad und Wellness in Deutschland. Auch die Branche zog ein eindeutig positives Resümee. „Seitdem es die Aquanale gibt, war das eine der besten Veranstaltungen“, so Bert Granderath, Vize-Präsident der European Union of Swimmingpool and Spa Associations (EUSA) und Geschäftsführer der Grando GmbH. „Sehr positiv war vor allem der gute Besuch und insbesondere die außergewöhnlich hohe Qualität der Besucher.“
Dieter C. Rangol, Geschäftsführer Bundesverband Schwimmbad und Wellness (BSW), bilanzierte: „Die Aquanale war von Anfang bis Ende rundum gelungen. Die hohe Internationalität und die sehr gute Besucherqualität haben begeistert. Insbesondere die Zahl der kommunalen Badbetreiber war höher als zuvor, was sicherlich durch die verbesserte Anbindung an die FSB über den Wasserboulevard bedingt war.“ Ein positives Resümee zog auch Nina Maier, Leiterin Marketing bei der Klafs GmbH & Co. KG: „Für Klafs war die diesjährige Aquanale eine Premiere in doppelter Hinsicht – erstmals haben wir an der Messe teilgenommen, und erstmals sind wir gemeinsam mit unserem Tochterunternehmen SSF aufgetreten. Unsere Neuheiten stießen beim Publikum durchwegs auf hohes Interesse, und es wurden vielversprechende Gespräche geführt. Insofern wurden unsere Erwartungen erfüllt.“ Zufriedene Gesichter gab es ebenfalls bei den Anbietern von Produkten für den Spa- und Wellness-Bereich.

Softube: neue Pool-Umrandung aus einem leistungsstarken Viro-Polyrattan
Die Aquanale belegte in diesem Jahr erstmals die zwei unmittelbar übereinanderliegenden Hallenebenen 10.1 und 10.2, was sehr begrüßt wurde. Da Themen wie Schwimmbadtechnik, Wasseraufbereitung und Ausstattung sowohl für die Besucher der Aquanale als auch der parallel stattfindenden FSB von Interesse waren, wurden zudem die Schwimmbadbereiche beider Messen durch einen Wasserboulevard miteinander verbunden. Diese Verbindungs-achse der direkt nebeneinander liegenden Hallen des öffentlichen und privaten Bäderbereichs wurde von den Besuchern stark frequentiert, um die insgesamt rund 350 Unternehmen aus den Segmenten Schwimmbad und Sauna auf den beiden internationalen Fachmessen zu besuchen.
3. Schwimmbad- und Wellnessforum
Inhaltlich waren beide Veranstaltungen zudem durch das 3. Kölner Schwimmbad- und Wellnessforum verknüpft. Als anerkannte Trend- und Kontaktbörse der Schwimmbad-, Sauna- und Wellnessbranche war die Veranstaltung sehr gut besucht und verzeichnete einen Besucherrekord. Das Forum, das vom BSW, dem BSB und der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) gemeinsam mit der Koelnmesse organisiert wurde, fokussierte in diesem Jahr die Themenschwerpunkte „Energieeffizienz und Nachhaltigkeit“ und „Sicherheit und Technik“. Ein dritter Komplex beschäftigte sich mit dem Sonderthema „40 Jahre Edelstahlbecken“. Auf großes Interesse stießen insbesondere die Ausführungen zur neuen europäische Sicherheitsnorm EN 15288.

RivieraPool setzt mit der neuen Schwimmbadserie Akzente in der Gartengestaltung.
Schwimmbecken zeigen sich zukünftig in neuem, ansprechendem Design. Vermehrt werden Freiformen eingesetzt. Nicht nur klassische Formen, auch klassische Farben werden abgelöst. Statt Blau und Weiß zeigten die Hersteller auf der aquanale neue Pools in Naturfarben. Zudem wird zunehmend die Optik eines Naturpools mit dem technischen Komfort eines Schwimmbades kombiniert.
Positive Bilanz
Die positive Umwelt-, Energie- und Kostenbilanz stand aber vor allem bei Pumpen, Mess-, Regel- und Dosieranlagen, Filtern und Wasserpflegemitteln im Fokus. Es wurde ein Niedrigenergie-Pool vorgestellt, der nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch den CO2-Ausstoß deutlich reduziert, Pumpen, die Strom sparen, Mess-, Regel- und Dosiersysteme, die den Wasser-, Pflegemittel- und Energieverbrauch reduzieren, und Wasserpflegemittel, die ohne Chlor auskommen und damit haut-, augen- und umweltfreundlich sowie nicht zuletzt geruchlos sind.

Erstmalige Präsentation auf der diesjährigen Aquanale: Die neue Sauna „Pure“ von Klafs setzt Maßstäbe.
Auch bei Saunen spielt das Design eine immer wichtigere Rolle, werden sie doch mehr und mehr zu Designobjekten im zentralen Wohnbereich. So stellte ein Hersteller eine Design-Sauna mit organischen Formen und weich fließenden Übergängen vor, die vom renommierten Innenarchitekten Nik Schweiger entworfen und nur in limitierter Stückzahl produziert wurde. Getreu dem Motto „Transparenz ist in“ präsentierte ein anderer Hersteller eine Design-Sauna mit großzügigen Glasfronten. Ob im privaten oder öffentlichen Bereich – Wellness boomt seit Jahren. So hielten die Anbieter speziell für Betreiber von Hotels und Wellnessanlagen zahlreiche spannende Neuerungen vor. Das reichte von offenen, transparenten Spa-Konzepten im puristischen Design, Salzzimmern und -grotten, über Paarbadewannen mit Massage- und Whirlpoolfunktion, Ganzkörper-Duschbehandlungen und Anwendungen, die Tiefenwärme, Farblicht-, Weißlicht-, Musik- und Aromatherapie kombinieren, bis hin zur Kombination aus WC und Bidet oder dem weltweit ersten Collarium, das dank Collagen-Licht-Therapie Anti-Aging-Effekte verspricht.
Sonderschau „Spirit of Bath”
Immer mehr Menschen entdecken auch das Thema Private Spa für sich. Der Trend geht zum Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden, zum Bad als Wellnessoase oder gleich zu kompletten Wellnessräumen. Die Sonderschau „Spirit of Bath” präsentierte daher auf der Aquanale, wie die Bereiche Wasser, Wärme, Wellness ins Badezimmer integriert werden können, und erfreute sich dank spannender, neuer Themen ausgesprochen guter Resonanz. Zahlreiche Besucher informierten sich auf der Sonderfläche, wie aus Badezimmern echte Wohlfühlräume gemacht werden können.

Lifepark GmbH: Serenade ist das neue Wellness-Wunder von Dimension One®.
Themen wie Barrierefreiheit, Finanzierungsmodelle und Spielspaß waren auch im Bäderbereich der FSB angesagt. Ob Schwimmbadlifter, PPP-Projekte zur Finanzierung von öffentlichen Bädern, Wasserspielgeräte oder Wasserrutschen mit LED-Lichteffekten – die Aussteller präsentierten eine Vielfalt an Projekten und Neuerungen. Das Angebotsspektrum reichte von großen Schwimmbecken für kommunale Sport- und Freizeitbäder, Rutschen und Wasserattraktionen, über Zutrittskontrollsysteme, bis hin zur Aquafitness. Sehr gut besucht war auch die Preisverleihung des internationalen Wettbewerb „Spa-Welten“, den die European Waterpark Association (EWA) und die Koelnmesse ausgelobt hatten. Ziel des Wettbewerbs war es, Visionen von Badefreuden der Zukunft zu entwerfen, die auf den Badekulturen der Vergangenheit basieren.
Mit ihrem Konzept „Water Cells“ überzeugten Silvia Martn Delgado und Sara Alvarellos Navarro aus Madrid die Jurymitglieder und gewannen damit den ersten Preis. Der zweite Preis ging an Hannes Morgenroth aus Bad Rodach für den Entwurf „Massive Leichtigkeit“. Über den dritten Preis freute sich André Kößler aus Münsterhausen für den Beitrag „Kairos“. EWA-Präsident Dr. Michael Quell resümierte: „Die kreativen Entwürfe aller Teilnehmer bringen frische, innovative Ideen in die Bäderbranche. Gleichzeitig ist es uns gelungen, junge Planer und Gestalter auf das Thema Baden und Wellness aufmerksam zu machen. Denn insgesamt haben sich 70 Studentinnen und Studenten aus Europa an dem Wettbewerb beteiligt.“ Der Trend zu Gesundheit und Wellness führt nach Auffassung des EWA-Präsidenten zu einem deutlichen Aufwind in der Bäderbranche, was sich seiner Meinung nach auch im hervorragenden Besuch der FSB widerspiegelte. Die nächste Aquanale + FSB findet von Mittwoch, 26., bis Samstag, 29. Oktober 2011, in Köln statt.

SCHWIMMBAD + THERME
allesdigital.at
Der österreichische Wirtschaftsverlag gibt ab sofort das Consumermagazin für Unterhaltungs-elektronik allesdigital.at heraus und übernimmt das dazu gehörige Webportal allesdigital.at
mehr lesen |
Werbung
Werbung



Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben



